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Partielle Sonnenfinsternis 12.8.2026 in Windachvon Bruno Wagner |
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Eine beinahe totale Sonnenfinsternis, zum Sonnenuntergang, im Hochsommer! Gutes Wetter vorausgesetzt musste das ein tolles Erlebnis werden, das wir mit vielen Anderen teilen würden. Für mich stand das gemeinschaftliche visuelle Erleben in Vordergrund, mit ein paar Bildern zur Erinnerung.
Im Vorfeld habe ich mir ein halbes Dutzend mögliche Standorte in der Umgebung angesehen. Keiner bot perfekte Horizontsicht und hatte zugleich Platz für mehrere Teleskope ohne den Verkehr zu behindern. So haben wir uns entschieden, die Finsternis nur wenige hundert Meter von unserem Haus zu "veranstalten". Dort war Platz für vier oder mehr Teleskope und Leute drumherum. Ich hatte Urlaub und die Tage davor genutzt, drei Refraktoren vorzubereiten.
In Summe hatten wir also vier Fernrohre mit Öffnungen zwischen 70 mm und 100 mm und Vergrößerungen zwischen 20-fach und 40-fach am Start, dazu noch drei Ferngläser mit Sonnenfiltern. Die Finsternis konnte kommen und auf die eingeladenen Freunde, Nachbarn, und zufällige Spaziergänger waren wir gut vorbereitet. Sogar einige Finsternisbrillen von 1999 hatten wir noch in Reserve.
Nicht vorbereitet waren wir auf die Verkehrsprobleme an diesem Tag. Auf der Autobahn A96 aus München heraus gab es "rechtzeitig" einen Unfall. Die Bundesstraße B471 zwischen Fürstenfeldbruck und Inning war zur Sanierung gesperrt. Einige von uns kamen deshalb etwas knapp. Matthias musste bei Inning abbiegen und hat von Breitbrunn aus beobachtet.
Schon vor dem ersten Kontakt kamen die ersten Gäste. Viele hatten eigene Finsternisbrillen dabei. Alle anderen konnten wir versorgen.
Mit der Erfahrung schon einiger partieller Sonnenfinsternisse ist der Beginn der Finsternis noch nicht besonders aufregend. Das Leuchten in den Augen unserer Gäste war zunächst der stärkere Eindruck. Besonders eine Enkelin von Nachbarn im Grundschulalter war schnell so richtig begeistert.
Die Sonne bewegte sich mit zunehmender Bedeckung auf den Wald zu. Wir zogen mit einem Teil der Instrumente einige Meter weiter. In einem Einschnitt zwischen höheren Bäumen war die Sonne so noch wenige Minuten länger zu sehen.
Bei fast neunzig Prozent Bedeckung veränderte sich die Wahrnehmung des Lichtes. Für mich war es dann ähnlich fahl wie kurz vor der Totalität 1999. Auch auf der Haut hatte die Sonne spürbar an Kraft verloren, deutlich mehr als für einen Sonnenuntergang üblich. Kühlte auch die Luft schon etwas ab?
Mit dem Maximum der Bedeckung um 20:16 versank für uns die Sonne im Wald.
Im Summe waren wir wohl gut dreißig Leute die sehr entspannt das Schauspiel gemeinschaftlich genossen haben.
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Katharina hatte einige Gäste aus dem Studium. Mit denen zusammen fand der astronomische Tag noch eine Fortsetzung in der Nacht.
Die Venussichel noch in der Dämmerung und Saturn mit wieder weiter geöffnetem Ring beeindruckten uns im Fluoriten.
Erstmals zum Einsatz kam unser Dobson mit dem neuen Okularauszug. Die Standardobjekte des Sommerhimmels, Ringnebel M57, Hantelnebel M27, Andromedagalaxie M31 mit beiden Begleitern, Kugelsternhaufen M13 waren schön, aber nicht das Highlight des Abends.
Die Perseiden hatten in ihr Aktivitätsmaximum in dieser Nacht und verwöhnten uns mit einigen beeindruckenden Sternschnuppen, teils mit längerem Nachleuchten. Ein zenitnaher Bolide über einen großen Teil des Himmels war weit heller als alles Andere was der Sternhimmel sonst zu bieten hatte.