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Ein paar Berichte von dem Beobachtungsabend am 06 Sep 2024 |
Ein Bericht von Roland Egger II:
Nach ein paar anfänglichen Schleierwolken ist der Himmel schnell komplett aufgeklart, so dass man die schön strukturierte Milchstraße genießen konnte. Hier im östlichen Brucker Land (Eichenau) bin ich schon froh, in wenigen Nächten einen Hauch von Milchstraße zu sehen, aber das ist ein riesiger Unterschied in Windach.
Persönlich bin ich die mehrere Zeit am 4" APO gestanden und der Schmidi hat ein paar sehr schöne Deeksky Schmankerl eingestellt. :) Als erstes M13, der im 4" f/9 Refraktor im 8 mm Okular besonders schön ausgeschaut hat und über die gesamte Fläche kleine Sternlein gezeigt hat, die teilweise aufgeblinkt sind und auch als Sternenketten zu sehen waren. Anschließend hat der Schmidi den Ringnebel in der Leier M57 eingestellt und dann den Hantelnebel M27 zwischen Pfeil und Füchslein (Vulpecula). Auch die beiden planetarischen Nebel waren schön anzusehen. Das nächste Objekt, dass ich angeschaut habe, war der Andromedanebel M31. Da war der Anblick im 12" Dobson sehr schön. Ich hab mir eingebildet, einen Hauch eines Staubbands erahnt zu haben. Wahrscheinlich war es aber auch ein Wunschdenken...;)
Anschließend ist der Saturn relativ hoch gestanden, so dass der Matthias und ich ihn im APO eingestellt haben. Er war auch im 8mm Okular (ca. 112x) schon schön. Es wurden auch ein paar Fotos mit dem Smartphone gemacht. Da die Luft sehr ruhig haben wir als nächstes auf das 5 mm Okular gewechselt und das Bild hat mir bei 180x noch besser gefallen. Es war immer noch gestochen scharf und kontrastreich. Schnell wurde auf das 3,5 mm Okular gewechselt. Unglaublicherweise ist auch bei ca. 257x Saturn immer noch scharf und kontrastreich gewesen und es hat mir da sogar noch besser gefallen. Der Ring war schön getrennt von der Saturnkugel zu sehen, und ganz nah an der Saturnkugel hat diese einen feinen Schatten auf den Ring geworfen. Das helle Äquatorband war bei allen Vergrößerungen sehr auffallend. Der feine Schattenwurf durch Saturn auf den Ring, war mir zunächst nicht aufgefallen, aber mein Namensvetter hat ihn zu erst entdeckt. Ich habe auch nach der Cassiniteilung geschaut. Die war meiner Meinung schwierig, aber ganz aussen im Saturnring zu erahnen. Für mich war es ein kleiner dunkler Fleck, der blickweise zu sehen/erahnen war. Das Seeing war sehr gut, aber es gab im Okular zumindest zeitweise einen leichten Lichthof um Saturn, der wahrscheinlich durch die hohe Luftfeuchtigkeit gekommen ist.Zu den Monden. Wir haben ca. 4 oder 5 kleine Lichtpunkte in der Nähe von Saturn gesehen. Was davon ein Mond war, weiß ich nicht. Am Ende haben wir noch den 12" Dobson auf Saturn gerichtet um eventuell noch ein paar feinere Details zu sehen. Das war uns erstaunlicherweise nicht möglich. Der deutlich kleinere APO hat die bei weitem schönere Abbildung gezeigt. Ein Nachjustieren hat die Abbildung verbessert, aber an die Abbildung im APO sind wir diese Nacht nicht hingekommen. Auf jeden Fall war es ein sehr schöner kurzweiliger Abend.
Und von Bruno Wagner:
Es war ein richtig toller und langer Abend mit etwas Dunst aber dafür extrem ruhiger Luft. Mit "Kindern" und Freunden waren wir etwa 12 Leute; ich bin gar nicht zum Zählen gekommen. Noch vor dem Beobachten gingen so einige AVWM-T-Shirts und ein Sweatshirt weg.
Star des Abends war Saturn, der uns im Fluoriten mit der nahenden Kantenstellung des Ringes und gebänderten Details auf der Oberfläche fasziniert hat. Da hat es sich tatsächlich erstmals gelohnt da 3,5er-Hyperion zu verwenden. Eigentlich "Unsinn" bei 900 mm Brennweite der Hauptoptik, aber hilfreich für die Proportionen und den Gesamteindruck.
Dank des reparierten Laser-Kollimators konnten wir uns auch über schöne Deep-Sky-Eindrücke im Dobson freuen. Letzte Nacht haben Thomas und ich es mit Fotografieren des Saturn versucht, leider etwas durch Schleierwolken getrübt und mit guter Luftruhe erst nach dem Abbauen der Kamera. Schau ma amoi ...